Gera: SungEel HiTech stoppt Pläne für Batterierecycling-Anlage +++ Dresden: Ingenieurkammer begrüßt Bundesrat-Entscheidung +++ Boxberg: Schifffahrt auf dem Bärwalder See ab April 2025 dauerhaft möglich +++ Leipzig: S&P kauft ehemaligen Straßenbahnhof +++ Chemnitz: Brühl Boulevard als Klimaquartier ausgezeichnet +++ Bautzen: Forschungsbrücke eröffnet +++ Ostsachsen: Lausitz bewirbt sich als erstes Net Zero Valley in Europa +++ Leipzig: Seminaris Hotel bekommt BREEAM-Zertifikat +++ Bad Schandau: Belastungstest auf der Elbebrücke startet am 1. April +++ Chemnitz: Zwei Projekte gewinnen sächsischen Innenstadtwettbewerb +++ Dresden: EVO Fitness mietet neue Flächen von Union Investment +++ Annaberg-Buchholz: Spatenstich für EDEKA +++ Magdeburg: HB Immobilien erwirbt Büro- und Geschäftshaus +++ Dresden: WHS startet mit Verkauf in der Albertstadt +++ Naumburg (Saale): CINTHIA Real Estate verkauft Fachmarktzentrum +++ Wilsdruff: Landesdirektion genehmigt Straße nach Birkenhain +++ Erfurt: Mehrheit der Mitglieder der Architektenkammer gegen Umbenennung +++ Erfurt: Wohn- und Geschäftshaus zum Faktor 18 verkauft +++ Leipzig: Grundstücksmarktbericht zeigt Markt-Trendwende +++ Leipzig: Stadt sucht Konzepte für die Kuhturmstraße in Lindenau +++ Leipzig: Baufeld 5 im Löwitz Quartier verkauft +++ Magdeburg: Servicedienstleister verlängert Vertrag +++ Leipzig: Stadt legt Stadtentwicklungsplan für Wirtschaftsflächen 2040 vor +++ Halle (Saale): Verwaltung hält an JVA-Standort in Tornau fest +++ Plauen: Baustart für neues E center +++ Dresden: Abriss der verbliebenen Züge der Carolabrücke geplant +++ Leipzig: Neue Brücke über die Eisenbahnstraße im Rahmen des Parkbogen Ost +++ Dresden: Neugestaltung des Vorplatzes am Stadtforum +++ Chemnitz: Wechsel in der Leitung der SIB-Niederlassung +++ Magdeburg: Bauunternehmen Aktuell Bau insolvent +++ Burg: RHE vermittelt Wohnanlage +++ Dresden: Stadt beauftragt Abbruch der Carolabrücke +++ Chemnitz: Baubürgermeister verlässt Verwaltung +++ Chemnitz: Schule Altchemnitz umfassend saniert +++ Magdeburg: Stadt überarbeitet Rad-Konzeption aufgrund zu hoher Kosten +++ Chemnitz: Neubau eines Basketballplatzes im Konkordiapark abgeschlossen +++ Dresden: FIM kauft Mixed Use-Immobilien auf der Bodenbacher Straße
Gera: SungEel HiTech stoppt Pläne für Batterierecycling-Anlage
Das südkoreanische Unternehmen SungEel HiTech Europe Kft. hat seine Pläne zum Bau einer Batterierecycling-Anlage im Geraer Stadtteil Cretzschwitz zurückgezogen. Wie der Investor am 19. März 2025 mitteilte, sei das Vorhaben aufgrund veränderter weltweiter Marktentwicklungen gestoppt worden. Gerade für den Wirtschaftsstandort Gera sei dies eine bedauerliche Entscheidung, erklärte Oberbürgermeister Kurt Dannenberg. Zugleich verwies er auf anhaltende Bedenken in der Bürgerschaft sowie auf offene Fragen rund um das Projekt. Eine freiwillige Umweltverträglichkeitsprüfung, wie sie der Stadtrat gefordert hatte, sei bisher nicht erfolgt. Die Stadtverwaltung will nun neue Projekte gezielt vorantreiben. Die betroffene Gewerbefläche bleibt im Besitz der Thüringer Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) und steht weiterhin zur Vermarktung. Künftige Ansiedlungen, so Dannenberg, müssten frühzeitiger und transparenter kommuniziert werden, um wirtschaftliche Chancen und gesellschaftliche Akzeptanz besser in Einklang zu bringen.
Dresden: Ingenieurkammer begrüßt Bundesrat-Entscheidung
Der Bundesrat hat grünes Licht für das geplante Sondervermögen der künftigen Bundesregierung und die Reform der Schuldenbremse gegeben. Damit ist der Weg frei für die Aufnahme eines 500 Milliarden Euro umfassenden Kredites und damit auch für die Bildung des von Ministerpräsidenten Michael Kretschmer geplanten Sachsenfonds. Dr.-Ing. Hans-Jörg Temann, Präsident der Ingenieurkammer Sachsen, begrüßt die Entscheidung des Bundesrates: „Eine verlässliche und gut ausgebaute Infrastruktur ist die Basis für einen starken Wirtschaftsstandort Sachsen. Der langandauernde Investitionsstau hat auch die sächsische Infrastruktur spürbar verschleißen lassen. Somit sind angesichts des großen Sanierungsbedarfs erhebliche finanzielle Mittel erforderlich. Das Sondervermögen wird es ermöglichen, Projekte zügiger umzusetzen und Planungen effizienter voranzutreiben, damit unsere Infrastruktur nicht zum Hemmschuh für nachhaltiges wirtschaftliches Wachstum wird. Neben der finanziellen Handlungsfähigkeit braucht es jedoch ebenso dringend strukturelle Reformen, um Planungs- und Genehmigungsprozesse deutlich zu beschleunigen. Nur so lassen sich die Herausforderungen im Infrastrukturbereich zukunftsfähig und effizient bewältigen.“
Boxberg: Schifffahrt auf dem Bärwalder See ab April 2025 dauerhaft möglich
Die Landesdirektion Sachsen hat mit zwei Allgemeinverfügungen den rechtlichen Rahmen für die dauerhafte schifffahrtliche Nutzung des Bärwalder Sees geschaffen. Ab dem 1. April 2025 darf der größte Binnensee Sachsens, ein geflutetes Tagebaurestloch, dauerhaft mit Fahrgastschiffen sowie motor- und nichtmotorisierten Sportbooten befahren werden. Drei sensible Naturschutzbereiche bleiben dauerhaft gesperrt, zudem gelten saisonale Einschränkungen: Zwischen November und März sowie nachts im April, Mai und Oktober ist die Nutzung untersagt. In den Sommermonaten von Juni bis September ist die Schifffahrt uneingeschränkt möglich. Die neue Regelung ersetzt das bisherige Zulassungsverfahren und schafft Planungssicherheit für Tourismusakteure. Parallel bereitet das Landratsamt Görlitz eine eigene Allgemeinverfügung vor, die den Gemeingebrauch – etwa Schwimmen und Paddeln – regelt. Die Unterlagen werden ab dem 28. März 2025 online veröffentlicht.
Leipzig: S&P kauft ehemaligen Straßenbahnhof
Die S&P-Gruppe hat den ehemaligen Straßenbahnhof in Leutzsch von den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) erworben und plant dort die Entwicklung eines Firmencampus, so die Leipziger Volkszeitung. Die denkmalgeschützten Depot-Hallen sollen saniert und durch Neubauten ergänzt werden. Insgesamt sollen auf dem 11.000 Quadratmeter großen Areal über 300 Arbeitsplätze entstehen. Neben Büroflächen sind auch gastronomische und medizinische Angebote sowie Sportmöglichkeiten vorgesehen. Das Gelände bleibt öffentlich zugänglich und könnte einen Radweg zu den Georg-Schwarz-Brücken erhalten. Ein städtebaulicher Wettbewerb hatte zuvor die Grundlage für die Entwicklung des „Bahnbogen Leutzsch“ geschaffen, der neben dem Firmencampus auch Wohnungen, eine Schule, eine Sporthalle und Gewerbeflächen umfasst. Die LVB dürfen Teile des Areals vorerst weiter nutzen, etwa die Straßenbahnwendeschleife, die bis zum Abschluss der Brückenerneuerung in Betrieb bleibt. Die S&P-Gruppe beginnt nun mit der Sanierung des früheren Verwaltungshauses und plant langfristig weitere Maßnahmen zur Aufwertung des Quartiers.
Chemnitz: Brühl Boulevard als Klimaquartier ausgezeichnet
Das energetische und städtebauliche Konzept „Chemnitz – Brühl Boulevard“ wurde als eines von 18 Klimaquartieren ausgezeichnet. Ein Expertenbeirat wählte es aus 50 Kandidaten aus und untersuchte es als Best-Practice-Beispiel für Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel im Quartier. In Steckbriefen und einer Transferwerkstatt erarbeiteten Kommunen und Fachexperten konkrete Ansätze zur praktischen Umsetzung. Ergänzend steht eine Praxisbox Klimaquartiere bereit. Der Chemnitzer Brühl zeichnet sich durch ein innovatives Niedertemperatur-Fernwärmenetz mit zehn Prozent solarer Wärme aus. In Zusammenarbeit mit Eigentümern, der TU Chemnitz und dem Versorger eins sowie dessen Netzgesellschaft inetz wurde das Netz mit einer energetischen Sanierung der Gebäude kombiniert und das Quartier städtebaulich aufgewertet.
Bautzen: Forschungsbrücke eröffnet
In Bautzen wurde eine 45 Meter lange Forschungsbrücke zur Entwicklung eines digitalen Brückenzwillings offiziell eröffnet. Das Projekt openLAB soll neue digitale Methoden zur Zustandsbewertung von Brücken erproben. An der Einweihung nahmen unter anderem Bundesverkehrsminister Volker Wissing, Staatssekretärin Barbara Meyer und Experten der TU Dresden teil. Die Brücke ist Teil eines vom Bundesverkehrsministerium geförderten Strukturwandelprojekts im Rahmen des Investitionsgesetzes Kohleregionen. Mit den gewonnenen Daten sollen neue Verfahren entwickelt werden, um Schäden frühzeitig zu erkennen und die Sicherheit von Brücken langfristig zu gewährleisten.
Ostsachsen: Lausitz bewirbt sich als erstes Net Zero Valley in Europa
Staatssekretär Thomas Kralinski (Sachsen) und Staatssekretärin Dr. Friederike Haase (Brandenburg) haben in Brüssel die Bewerbung der Lausitz als Net Zero Valley vorgestellt. In einem symbolischen Akt übergaben sie die Unterlagen an den stellvertretenden Exekutiv-Vizepräsidenten der EU-Kommission, Stéphane Séjourné. Mit der Initiative wollen die beiden Bundesländer die Lausitz als Modellregion für klimafreundliche Industrien positionieren. Geplant sind vereinfachte Genehmigungsverfahren und eine verbesserte Infrastruktur für Unternehmen im Bereich Batterie- und Speichertechnologien, Wasserstoff, Stromnetze sowie Energieeffizienz. Das Bewerbungsverfahren läuft über den Sommer, die Länder Sachsen und Brandenburg unterstützen die Initiative. Die Net Zero Valley-Initiative der EU soll die Wirtschaft stärken und Europas Technologieführerschaft im Bereich klimaneutraler Industrien ausbauen.
Leipzig: Seminaris Hotel bekommt BREEAM-Zertifikat
Das Seminaris Hotel Leipzig aus dem Portfolio von Aroundtown wurde erfolgreich mit dem BREEAM-Zertifikat für nachhaltige Gebäude ausgezeichnet. Seminaris steht seit mehr als vier Jahrzehnten für hochwertige Tagungen und Konferenzen und betreibt deutschlandweit acht Tagungshotels. Diese Zertifizierung unterstreicht das Engagement von Aroundtown für Nachhaltigkeit und erweitert den Bestand an nachhaltigen Immobilien des Unternehmens. Das Hotel verfügt über 200 Zimmer und bietet sieben moderne Meeting- und Konferenzräume, die sich ideal für Tagungen, Seminare und Workshops eignen. Zusätzlich stehen den Gästen eine Sauna, ein Fitnessbereich sowie eine Bar zur Verfügung.
Bad Schandau: Belastungstest auf der Elbebrücke startet am 1. April
Vom 1. bis 3. April wird auf der Elbebrücke in Bad Schandau ein Belastungstest zur Prüfung der Tragfähigkeit durchgeführt. Ein ferngesteuertes Schwerlastmodul wird dabei schrittweise mit bis zu 50 Tonnen beladen und in langsamer Geschwindigkeit über die Brücke gesteuert. Die installierten Messsysteme liefern entscheidende Daten für eine mögliche Wiedereröffnung. Die Testergebnisse sollen innerhalb von ein bis drei Wochen ausgewertet werden. Erst nach der Bestätigung durch unabhängige Prüfingenieure kann eine Entscheidung zur weiteren Nutzung der Brücke getroffen werden. Während des Tests wird der Bereich weiträumig abgesperrt. Der Verkehr wird umgeleitet, und Parkmöglichkeiten sind eingeschränkt.
Chemnitz: Zwei Projekte gewinnen sächsischen Innenstadtwettbewerb
42 sächsische Kommunen haben sich 2024 mit 46 Projekten am 21. Innenstadtwettbewerb »Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen« beteiligt. Chemnitz, die diesjährige Europäische Kulturhauptstadt, konnte mit zwei Vorhaben überzeugen und sich insgesamt 60.000 Euro an Preisgeldern sichern. Wirtschaftsstaatssekretär Thomas Kralinski überreichte heute die symbolischen Schecks an Oberbürgermeister Sven Schulze. Ein mit 40.000 Euro dotierter zweiter Preis ging an das Projekt »Chemnitz gewinnt! Roter Turm Lotto«, das die Wiederbelebung des Wahrzeichens Roter Turm vorantreiben soll. Geplant sind unter anderem eine Turmöffnung, Außengastronomie und eine Lichtinstallation. Die Finanzierung soll über ein »Roter Turm Lotto« unterstützt werden. Ein weiteres preisgekröntes Projekt erhielt 20.000 Euro für die geplante Beleuchtung der Inneren Klosterstraße. Eine ganzjährige Lichtinstallation soll die Gastromeile aufwerten und für eine einladende Atmosphäre sorgen. Der Wettbewerb »Ab in die Mitte!« fördert seit 2004 innovative Konzepte zur Belebung der Innenstädte. Über 150 sächsische Kommunen haben sich in den vergangenen 20 Jahren mit mehr als 680 Projekten beteiligt.
Dresden: EVO Fitness mietet neue Flächen von Union Investment
Union Investment hat einen weiteren Mietvertrag mit der Lifestyle Clubs Concepts GmbH abgeschlossen. Im August eröffnet ein Boutique-Fitnessstudio der Marke EVO Fitness in der Prager Straße 7 in Dresden. Das Unternehmen mietet das Erdgeschoss mit 285 Quadratmetern sowie das erste Obergeschoss mit 516 Quadratmetern für zehn Jahre. Die Immobilie gehört seit 2005 zum Portfolio des institutionellen Publikumsfonds UniInstitutional European Real Estate. Das Unternehmen hatte bereits im vergangenen Jahr 636 Quadratmeter in Wiesbaden angemietet und belegt nun insgesamt 1.437 Quadratmeter im Portfolio von Union Investment.
Annaberg-Buchholz: Spatenstich für EDEKA
Auf dem Gelände der ehemaligen Firmengebäude der OPEW Annaberg GmbH an der Bahnhofstraße 1A in Annaberg-Buchholz erfolgte der symbolische Spatenstich für einen neuen Lebensmittelmarkt der EDEKA Unternehmensgruppe Nordbayern-Sachsen-Thüringen. Der Neubau umfasst eine Verkaufsfläche von rund 2.000 Quadratmetern und wird etwa 20.000 Artikel des täglichen Bedarfs führen. Ergänzt wird das Angebot durch einen Bäcker im Vorkassenbereich. Eine Besonderheit des neuen Marktes ist das Parkdeck auf dem Dach, das sowohl über die Stellplätze vor dem Markt als auch von der Wilischstraße aus erreichbar sein wird. Für die Errichtung des Marktes waren umfangreiche Vorarbeiten notwendig. Die Entkernung der Bestandsgebäude begann bereits im November vergangenen Jahres. Nach dem Abtransport der letzten Gebäudereste wurden Geländeregulierungen und Tiefgründungen vorgenommen. Zudem musste die angrenzende Wilischstraße gesichert werden, da das vorherige Gebäude die Straße teilweise stabilisiert hatte. Mit dem Neubau wird ein brachliegendes Areal revitalisiert, ohne zusätzliche Flächen zu versiegeln. Die Eröffnung des Marktes ist für das kommende Jahr geplant.
Leipzig: Stadt investiert über zwei Millionen Euro in Gehwege
Die Stadt Leipzig hat im Jahr 2024 rund 2,12 Millionen Euro in die Sanierung von Gehwegen investiert. Insgesamt wurden rund 90 größere Gehwegabschnitte mit einer Fläche von etwa 12.550 Quadratmetern instandgesetzt. Zusätzlich erfolgten zahlreiche punktuelle Reparaturen. Trotz der Maßnahmen besteht weiterhin großer Sanierungsbedarf. Laut Friedemann Goerl, Fußverkehrsverantwortlicher der Stadt Leipzig, sind 13 Prozent der Gehwege in schlechtem oder sehr schlechtem Zustand. Für deren grundlegende Erneuerung wären etwa 98 Millionen Euro erforderlich – Summen, die derzeit nicht zur Verfügung stehen. Neben klassischen Sanierungen wurden 2024 auch Maßnahmen zur Barrierefreiheit umgesetzt, darunter Bordsteinabsenkungen in Möckern und Großzschocher sowie eine verbesserte Fußgängerquerung im Seeburgstraßenviertel. Die Stadt reagierte damit auch auf Hinweise aus der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Fußverkehrsentwicklungsplan.
Magdeburg: HB Immobilien erwirbt Büro- und Geschäftshaus
Die Magdeburger HB Immobilien GmbH erwirbt über Aengevelt für einen siebenstelligen Eurobetrag das Büro- und Geschäftshaus Thietmarstraße 18. Insgesamt verfügt die Immobilie im Stadtteil Neustädter Feld über eine Mietfläche von etwa 3.200 Quadratmeter sowie 70 Pkw-Stellplätze. Verkäufer ist die OPTIREAL GmbH & Co. KG. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Dresden: WHS startet mit Verkauf in der Albertstadt
Die Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH (WHS) startet mit dem Verkauf von 64 Eigentumswohnungen in der Dresdner Neustadt im Bereich der Albertstadt. Die Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit Wohnflächen von 62 bis 125 Quadratmetern bieten Familien, Paaren und Singles ein modernes Zuhause in zentraler Lage. Bezugsfertig sollen die Wohnungen in der Eva-Büttner-Straße Ende 2027 sein. Dem Thema Nachhaltigkeit trägt die WHS mit dem Projekt „Eva-Büttner-Carré“ ebenfalls Rechnung. Der Neubau wird im Energie-Effizienzhaus-40-EE-Standard errichtet und erfüllt die Anforderungen des Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude Plus (QNG-Plus).
Naumburg (Saale): CINTHIA Real Estate verkauft Fachmarktzentrum
Ein Fachmarktzentrum in zentraler Lage von Naumburg an der Saale hat den Eigentümer gewechselt. Die CINTHIA Real Estate GmbH konnte die ehemalige Schuhfabrik in der Rosa-Luxemburg-Str. 24 an einen Privatinvestor verkaufen. Das Gebäude hat eine Fläche von 6.920 Quadratmetern und wird vom neuen Eigentümer modernisiert. Zu den Mietern der Immobilie zählen ein Lebensmitteleinzelhandel, ein Tierfachmarkt und ein Fitnessstudio. Außerdem befinden sich ein KIK sowie einige Büro- und Praxisflächen in dem Gebäude.
Wilsdruff: Landesdirektion genehmigt Straße nach Birkenhain
Die Landesdirektion Sachsen hat den Neubau der Staatsstraße S 36 zwischen Birkenhain und der S 177 in Wilsdruff genehmigt. Das Projekt soll die Ortsdurchfahrt entlasten, die Verkehrssicherheit erhöhen und den Verkehrsfluss optimieren. Die rund 2,5 Kilometer lange Straße wird mit einer acht Meter breiten Fahrbahn neu gebaut und an moderne Anforderungen angepasst. Neue Knotenpunkte binden die Strecke westlich von Wilsdruff sowie an die Birkenhainer Höhe an. Zudem entsteht an der S 177 ein Kreisverkehr. Der Bauherr ist das Landesamt für Straßenbau und Verkehr.
Erfurt: Mehrheit der Mitglieder der Architektenkammer gegen Umbenennung
Die Mitgliederumfrage 2024 der Architektenkammer Thüringen zeigt, dass die Mehrheit der Befragten mit der Arbeit der Kammer zufrieden ist. 61 Prozent fühlen sich gut vertreten, während 12 Prozent Verbesserungsbedarf sehen. Besonders positiv bewertet wurden die fachliche Kompetenz, Erreichbarkeit und Freundlichkeit der Geschäftsstelle. Allerdings hat ein großer Teil der Mitglieder kaum direkten Kontakt: 34 Prozent waren noch nie in der Geschäftsstelle, 46 Prozent nur ein- bis fünfmal. Ein zentrales Thema der Umfrage war die mögliche Umbenennung in „Architekten- und Stadtplanerkammer Thüringen“, die jedoch auf wenig Zustimmung stößt. Nur 14 Prozent der Teilnehmenden befürworten die Änderung, während 41 Prozent dagegen sind. Ein weiteres wichtiges Anliegen ist die Reduzierung der Fortbildungspflicht auf 16 Stunden pro Jahr, die zum 1. Januar 2026 umgesetzt werden soll. Beitragserhöhungen werden kritisch gesehen, könnten aber langfristig erforderlich werden. Die Kammer will weiterhin Einsparpotenziale prüfen, um eine wirtschaftliche Mittelverwendung sicherzustellen.
Erfurt: Wohn- und Geschäftshaus zum Faktor 18 verkauft
Ein private Investorengruppe aus der Region Erfurt hat ein Wohn- und Geschäftshaus mit insgesamt 13 Einheiten im Erfurter Stadtteil Daberstedt erworben. Die ca. 1900 erbaute und 1993 sanierte Immobilie wurde zum 18-fachen der Jahresnettokaltmiete von einem privaten Eigentümer aus dem Kölner Raum verkauft. Das imposante viergeschossige Wohn- und Geschäftshaus verfügt über eine Nutzfläche von rund 1.500 m², die sich je zur Hälfte auf sieben Wohnungen und sechs Gewerbeeinheiten verteilen. Immobilienberater Marko Hebold von Engel & Völkers Commercial Erfurt hat die Vertragsparteien begleitet und die Transaktion vermittelt. Über den genauen Verkaufspreis wurde Stillschweigen vereinbart.
Leipzig: Grundstücksmarktbericht zeigt Markt-Trendwende
Der Leipziger Immobilienmarkt zeigt eine Trendwende, so die Stadt Leipzig in einer Pressemitteilung. Laut dem aktuellen Grundstücksmarktbericht des Gutachterausschusses der Stadt Leipzig stiegen 2024 die Transaktionszahlen deutlich an – ein Gegensatz zur rückläufigen Entwicklung der Vorjahre. Mit 5.170 Kaufverträgen (plus 36 Prozent) und einem Umsatz von rund 2,44 Milliarden Euro (plus 48 Prozent) wurden deutlich mehr Geschäfte abgeschlossen als 2023. Die Preise entwickelten sich unterschiedlich: Während Baugrundstücke für den individuellen Wohnungsbau und Gewerbeflächen weitgehend stabil blieben, sanken die Preise für Grundstücke des Geschosswohnungsbaus um rund neun Prozent. Bei sanierten Mehrfamilienhäusern stiegen die Preise im Durchschnitt auf 1.766 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche (plus sechs Prozent), während unsanierte Objekte mit 1.316 Euro pro Quadratmeter eine Preissteigerung von 49 Prozent verzeichneten. Das Marktsegment der Eigentumswohnungen bleibt mit 80 Prozent aller Transaktionen dominierend. Trotz weiterhin herausfordernder Rahmenbedingungen zeigt sich der Leipziger Immobilienmarkt 2024 insgesamt stabiler als in den Vorjahren.
Leipzig: Stadt sucht Konzepte für die Kuhturmstraße in Lindenau
Die Stadt Leipzig sucht Akteure für die Entwicklung eines neuen Wohn- und Nutzungsquartiers an der Kuhturmstraße in Lindenau. Während die Nordseite als Grünfläche erhalten bleiben soll, ist für die Südseite eine kleinteilige, vielfältige Bebauung vorgesehen. Gesucht werden Interessenten, die bezahlbaren Wohnraum schaffen oder besondere Wohnformen mit gewerblichen, kulturellen oder sozialen Nutzungen kombinieren möchten. Das betroffene Grundstück umfasst 2.500 Quadratmeter, von denen etwa 1.500 Quadratmeter bebaubar sind. Vorgesehen ist eine zwei- bis viergeschossige Blockrandbebauung, an der Ecke zur Angerstraße sind bis zu fünf Geschosse möglich. Insgesamt kann eine Geschossfläche von maximal 5.900 Quadratmetern realisiert werden. Die Vergabe erfolgt im Erbbaurecht mit einem Erbbauzinssatz von bis zu 2,5 Prozent. Die Stadt Leipzig legt besonderen Wert auf eine nachhaltige und klimagerechte Bauweise, insbesondere mit Holzbaukonzepten, so die Verwaltung. Das Projekt soll eine Quartiersmeile mit lebendigen Erdgeschossnutzungen schaffen, verschiedene Wohnformen für unterschiedliche Bedürfnisse bieten und hohe ökologische Standards erfüllen. Interessierte können sich mit ihren Nutzungsideen an dem Verfahren beteiligen. Sowohl Einzelpersonen als auch soziale, kulturelle oder gewerbliche Akteure sind eingeladen, ihre Konzepte einzubringen.
Leipzig: Baufeld 5 im Löwitz Quartier verkauft
Im Leipziger Löwitz Quartier wurde das rund 7.200 Quadratmeter große Baufeld 5 veräußert. Die Joint-Venture-Partner HAMBURG TEAM, OTTO WULFF und HASPA PeB haben das Grundstück in zwei Flächeneinheiten aufgeteilt, auf denen bis 2027 insgesamt 179 Wohneinheiten entstehen. Ein Fonds einer norddeutschen Pensionseinrichtung realisiert 130 Mietwohnungen, darunter 70 geförderte, sowie 400 Quadratmeter Gewerbefläche. HAMBURG TEAM errichtet 49 Eigentumswohnungen. Die Gebäude werden nach KfW 40-QNG-Standard in nachhaltiger Systembauweise gebaut. Generalübernehmer ist GOLDBECK, Baubeginn ist für Herbst 2025 geplant.
Magdeburg: Servicedienstleister verlängert Vertrag
Ein deutschlandweit im Gesundheitswesen tätiger Servicedienstleister hat sich nach einer umfassenden Standortanalyse für die vorzeitige Verlängerung seines Mietvertrags über rund 1.530 Quadratmeter Bürofläche in zentraler Lage von Magdeburg entschieden. Im Rahmen des stay or go-Prozesses wurden verschiedene Standortalternativen geprüft, darunter Bestandsimmobilien und Neubauprojekte. Die Entscheidung für den Verbleib fiel aufgrund der optimalen Lage und der modernen Büroflächen, die den Anforderungen des Unternehmens weiterhin entsprechen. Zusätzlich konnten im Zuge der Mietvertragsverhandlungen weitere Optimierungen erzielt werden.Aengevelt begleitete den Entscheidungsprozess exklusiv und unterstützte das Unternehmen bei der Analyse und den Vertragsverhandlungen.
Leipzig: Stadt legt Stadtentwicklungsplan für Wirtschaftsflächen 2040 vor
Die Stadt Leipzig hat den Stadtentwicklungsplan Wirtschaftsflächen 2040 vorgestellt, um die wirtschaftliche Entwicklung langfristig zu sichern. Der Plan soll den steigenden Flächenbedarf für Unternehmen berücksichtigen und gleichzeitig nachhaltige und klimafreundliche Entwicklungskonzepte integrieren. Die Entscheidung darüber fällt voraussichtlich im April im Stadtrat. Ein zentrales Ziel ist es, strategische Potenzialflächen zu sichern, zu entwickeln und langfristig vorzuhalten. Aktuell fehlen kurzfristig aktivierbare große Gewerbeflächen von über zehn Hektar. Daher arbeitet die Stadt gemeinsam mit dem Flughafen Leipzig/Halle und dem Freistaat Sachsen an der Entwicklung eines neuen Industriegebiets im Leipziger Norden mit rund 100 Hektar Fläche und direkter Anbindung an Schiene, Autobahn und Luftfrachtverkehr. Auch bestehende Gewerbeflächen sollen weiterentwickelt werden. So steht das 85 Hektar große Areal an der Ludwig-Hupfeld-Straße vor einem Strukturwandel, für den eine Potenzialstudie erstellt wurde. Zudem wird die Alte Messe mit dem BioCity Campus als Standort für Life Sciences ausgebaut. Mit dem neuen Konzept setzt Leipzig die Fortschreibung des Stadtentwicklungsplans von 2005 fort und legt verstärkt den Fokus auf Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit in der Flächenentwicklung.
Halle (Saale): Verwaltung hält an JVA-Standort in Tornau fest
Die Stadt Halle (Saale) setzt weiterhin auf den Neubau der Justizvollzugsanstalt in Halle-Tornau und hat das Verfahren zur Aufstellung eines Bebauungsplans eingeleitet. Trotz kursierender Berichte über eine mögliche Verlagerung des Projekts nach Weißenfels gibt es seitens des Landes Sachsen-Anhalt keine offizielle Absage. „Es wäre kaum nachvollzieh- und vermittelbar, wenn das Land erneut Millionen Euro für den Kauf von Flächen in anderen Landesteilen ausgibt. Am Standort Halle-Tornau hat das Land die Flächen bereits erworben und umfangreiche Planungen und Flächenerkundungen durchgeführt. Die Stadt steht dem Land als Partnerin im Planungs- und Umsetzungsprozess weiter uneingeschränkt zur Verfügung“, so Bürgermeister Egbert Geier in einer Mitteilung der Stadt. Die neue Justizvollzugsanstalt soll hunderte Arbeitsplätze sichern und ermöglicht städtebauliche Entwicklungsperspektiven, da die bisherigen Gefängnisstandorte „Roter Ochse“ und Wilhelm-Busch-Straße künftig für neue Nutzungen zur Verfügung stehen. Die Beschlussfassung zum Bebauungsplan soll am 26. März 2025 im Stadtrat erfolgen. Die Stadt befindet sich seit Monaten im engen Austausch mit der Immobilien- und Projektmanagementgesellschaft Sachsen-Anhalt, die das Vorhaben umsetzen soll. Halle (Saale) sieht das Projekt als bedeutenden Impuls für die Stadtentwicklung und fordert eine klare Entscheidung des Landes für den bereits vorbereiteten Standort.
Plauen: Baustart für neues E center
Mit dem symbolischen Spatenstich begann offiziell der Bau des neuen E centers in Plauen. Auf dem Grundstück in der Reißiger Straße wurde das bestehende Gebäude abgerissen, das bereits einen Markt der EDEKA Unternehmensgruppe beherbergte. Das Bauprojekt umfasst dazu ein begrüntes Dach zur Regenwasserspeicherung und eine energieeffiziente Betonkernaktivierung zur Temperierung des Gebäudes. Die Tragkonstruktion wird aus vorgefertigten Betonfertigteilen errichtet, die nach der Fundamentlegung montiert werden. Der Bau der Bodenplatte ist für Juni 2025 geplant. Neben dem Markt entstehen zwei Parkdecks mit 156 Stellplätzen, die über Aufzüge und ein Treppenhaus direkt mit dem Einkaufsbereich verbunden sind. Zusätzlich werden Fahrradstellplätze eingerichtet. Parallel zum Marktneubau wird ein Kreisverkehr an der Staatsstraße 297 errichtet, um die Verkehrsanbindung zu verbessern. Die Fertigstellung des E center ist bis Ende 2025 vorgesehen.
Dresden: Abriss der verbliebenen Züge der Carolabrücke geplant
Die Stadt Dresden hat die Firma Hentschke Bau mit dem Abriss der verbliebenen Brückenzüge A und B der Carolabrücke beauftragt. Ziel ist ein schneller und sicherer Rückbau mit minimalen Einschränkungen für die Schifffahrt. Zur Sicherung der Konstruktion werden Stützkonstruktionen errichtet, bevor die Mittelteile der Brücke über Pontons entfernt und am Altstädter Ufer zerlegt werden. Die Arbeiten sollen im Sommer 2025 abgeschlossen sein, sodass die Schifffahrtsrinne wieder uneingeschränkt genutzt werden kann, gab die Stadt Dresden in einer Pressekonferenz bekannt. Die Stadt hat für das Projekt bis zu 18 Millionen Euro veranschlagt. Ein Schallemissionsmonitoring überwacht weiterhin mögliche Spannungsbrüche im Bauwerk, um Risiken frühzeitig zu erkennen. Die Einschränkungen für die Schifffahrt sollen auf wenige Wochen beschränkt bleiben.
Leipzig: Neue Brücke über die Eisenbahnstraße im Rahmen des Parkbogen Ost
Im Zuge des Projekts Parkbogen Ost entsteht eine neue Fußgänger- und Fahrradbrücke über die Eisenbahnstraße. Sie ersetzt die marode Stahlbrücke, die 2020 aufgrund von Materialverschleiß abgerissen wurde. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund 2,54 Millionen Euro, wovon 1,78 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert werden. Die Brücke ist ein zentraler Bestandteil des Sellerhäuser Bogens und stärkt die nachhaltige Mobilität im Leipziger Osten. Ihr Design nimmt Bezug auf die historische Bahntrasse und den industriellen Charakter des Umfelds. Das Tragwerk besteht aus modularen Stahlsegmenten, die ohne aufwendige Schweißarbeiten montiert werden, wodurch die Bauzeit verkürzt wird. Ein besonderer ökologischer Aspekt sind Fledermauskästen, die in die Konstruktion integriert werden. Der Bau der Brücke ist Teil des gebietsbezogenen integrierten Handlungskonzepts (GIHK) für den Leipziger Osten und wird im Rahmen des Förderprogramms EFRE Nachhaltige integrierte Stadtentwicklung 2021–2027 realisiert.
Dresden: Neugestaltung des Vorplatzes am Stadtforum
Der Vorplatz des Stadtforums am Ferdinandplatz wird mit Grünflächen und Bäumen aufgewertet. Teile der asphaltierten Flächen weichen großzügigen Pflanzbereichen, die mit heimischen Wiesenkräutern sowie Krokussen und Tulpen gestaltet werden. Schnell wachsende Bäume – darunter 15 Pappeln, fünf Birken und drei Erlen – sollen künftig Schatten spenden und das Stadtklima verbessern, so die Stadtverwaltung. Für eine bessere Aufenthaltsqualität werden beleuchtete Wege mit heller Asphaltdecke angelegt. Hecken sorgen für einen Sichtschutz zu den angrenzenden Parkplätzen, während Betonwürfel den Fußweg zur Ferdinandstraße sichern. Die Arbeiten übernimmt eine Bauarbeitsgemeinschaft, die bereits mit den Maßnahmen im direkten Umfeld betraut ist. Die Planungen sind in der finalen Abstimmung, die Kosten belaufen sich auf rund 850.000 Euro.
Chemnitz: Wechsel in der Leitung der SIB-Niederlassung
Heike Krenkel übernimmt Anfang März die Leitung der Niederlassung Chemnitz des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB). Die Diplom-Bauingenieurin und Diplom-Wirtschaftsingenieurin folgt auf Falk Reinhardt, der bereits im Juli 2024 als Technischer Geschäftsführer in die SIB-Zentrale nach Dresden wechselte. Heike Krenkel verfügt über langjährige Erfahrung in der sächsischen Verwaltung. Nach Stationen unter anderem im Sächsischen Staatsministerium der Finanzen und in der Oberfinanzdirektion Chemnitz leitete sie seit 2016 die SIB-Niederlassung Zwickau. Die Niederlassung ist für die Liegenschaften des Freistaates Sachsen in Chemnitz, Mittelsachsen und Teilen des Erzgebirges sowie für Bauprojekte im gesamten Erzgebirgskreis, Vogtlandkreis und in Zwickau zuständig.
Magdeburg: Weniger Baugenehmigungen in Sachsen-Anhalt
Im letzten Quartal 2024 wurden in Sachsen-Anhalt 207 Bauvorhaben genehmigt, darunter 136 Wohngebäude und 71 Nichtwohngebäude. Das entspricht laut dem Statistischen Landesamt Sachsen-Anhalt einem Rückgang der Baugenehmigungen um fast 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Besonders betroffen ist der Wohnungsbau mit nur 236 genehmigten Wohnungen – rund 25 Prozent weniger als im vierten Quartal 2023. Während im Nichtwohnbereich ein leichter Anstieg der Genehmigungen verzeichnet wurde, stiegen die veranschlagten Baukosten um über 40 Prozent. Die Kosten für Nichtwohngebäude belaufen sich auf rund 143 Millionen Euro und liegen damit deutlich über den 49 Millionen Euro für den Wohnungsbau.
Magdeburg: Bauunternehmen Aktuell Bau insolvent
Das Magdeburger Bauunternehmen Aktuell Bau ist insolvent. Keines der 20 bis 25 Bauprojekte wird fortgeführt, wie Insolvenzverwalter Dirk Becker der Magdeburger Volksstimme mitteilte. Bereits seit Dezember 2024 ruhten alle Baustellen – teils wegen der Betriebsferien, teils aufgrund fehlender finanzieller Mittel. Rund 90 Prozent der Kunden entschieden sich nach Bekanntwerden der Insolvenz gegen eine Weiterarbeit mit dem Unternehmen. Auch die verbliebenen Bauvorhaben seien wirtschaftlich nicht fortführbar. Aktuell Bau beschäftigte einst bis zu 57 Mitarbeitende, deren Arbeitsverhältnisse inzwischen gekündigt wurden. Die Baubranche in Sachsen-Anhalt ist besonders betroffen: 2024 meldeten 67 Bauunternehmen Insolvenz an – ein Anstieg um 34 Prozent.
Magdeburg: Aengevelt vermittelt Wohn- und Geschäftshaus
Aengevelt Immobilien hat im Exklusivmandat einer Fondsgesellschaft den Verkauf eines Wohn- und Geschäftshauses in der Magdeburger Altstadt erfolgreich vermittelt. Die Immobilie umfasst insgesamt 18 Wohneinheiten und zwei Gewerbeflächen mit einer Mietfläche von rund 1.550 Quadratmetern. Eine Immobiliengesellschaft aus Süddeutschland sicherte sich das Objekt für einen siebenstelligen Eurobetrag. Über den genauen Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Bruttoanfangsrendite der Liegenschaft liegt bei etwa vier Prozent pro Jahr. Das Wohn- und Geschäftshaus befindet sich in einer gefragten Lage der Magdeburger Altstadt und zeichnet sich durch attraktive Wohnungsgrößen aus. Angesichts des moderaten Mietpreisniveaus bietet es Potenzial für zukünftige Wertsteigerungen. Der Verkauf unterstreicht das anhaltende Interesse an Wohnimmobilien in bevorzugten Lagen der Landeshauptstadt, die weiterhin stabile Kaufpreismultiplikatoren erzielen.
Magdeburg: Stadtplanungsamt stellt drei Bebauungspläne vor
Das Stadtplanungsamt stellt die aktuellen Planungen zu drei Bebauungsplänen vor. Dazu gehört der Bebauungsplan Nr. 226-3 „Rettungswache Olvenstedt“. In direkter Nachbarschaft zum Klinikum Magdeburg soll Baurecht für eine neue Rettungswache geschaffen werden. Zudem ist eine Wohngruppe für Jugendliche vorgesehen. Das betroffene Areal wird derzeit landwirtschaftlich genutzt und gehört der Stadt. Ebenfalls zur Diskussion steht der Bebauungsplan Nr. 341-4 „Brenneckestraße Nordseite“ in Sudenburg. Geplant ist hier der Bau eines neuen Führungszentrums der Feuerwehr mit einer integrierten Leitstelle. Zudem soll ein Gewerbegebiet entstehen. Die Planungen beinhalten auch die Entwicklung der umliegenden Verkehrswege sowie die Sicherung eines öffentlichen Grünbereichs mit Fußwegen. Der dritte Bebauungsplan, Nr. 471-2 „Alt Fermersleben/ Schanzenweg“, betrifft ein Gebiet in direkter Nähe zum Sportplatz des FSV 1895. An diesem Standort soll eine neue Feuerwehr entstehen. Ursprünglich war dort der Bau einer Grundschule vorgesehen, doch dieser Bedarf entfällt. Die übrigen Planungsziele bleiben bestehen.
Leipzig: Pasendia und Kriton kaufen elf Ärztehäusern
Pasendia und Kriton haben im Joint Venture elf Ärztehäuser mit einer Gesamtmietfläche von gut 17.000 Quadratmetern in Leipzig erworben. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die als Polikliniken zwischen 1977 und 1984 errichteten Gebäude liegen in dicht besiedelten Wohngebieten und profitierten so von einem großen Einzugsgebiet, so die Unternehmen mit. Etwa zehn Millionen Euro sollen in den kommenden vier Jahren in das Portfolio investiert werden. Geplant sind Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen sowie eine Verbesserung der ESG-Konformität. Bei der Transaktion beraten haben JLL, Norton Rose Fulbright für die Legal Due Diligence und Bohnzirlewagen für die technische Prüfung.
Burg: RHE vermittelt Wohnanlage
Das auf die Vermittlung von Investmentimmobilien spezialisierte Immobilienunternehmen RHE Grundbesitz meldet den Verkauf von zwei Wohnanlagen mit insgesamt rund 400 Einheiten in Sachsen-Anhalt. Die Gebäude aus den 1970er und 80er Jahren befinden sich in den Städten Burg bei Magdeburg und Thale am Naturpark Harz, nahe an der Grenze zum Bundesland Niedersachsen. Nach einer Generalsanierung der Gebäude in den späten 1990er Jahren wurden alle Wohnungen sukzessive modernisiert und mit Balkonen und neuen Fenstern ausgestattet. Mit einer Leerstandsquote von 7,5 Prozent und Durchschnittsmieten von lediglich 4,50 bis 5,50 Euro nettokalt pro Quadratmeter bieten die Anlagen Potential für die künftige Entwicklung der Mieteinnahmen. Käufer der Immobilie ist ein Privatinvestor aus Nordrhein-Westfalen, der vom Münchener REITS Family Office beraten wurde. Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.
Dresden: Stadt beauftragt Abbruch der Carolabrücke
Die beiden noch stehenden Brückenzüge A und B der Carolabrücke werden durch das Unternehmen Hentschke Bau GmbH abgerissen. Nach der Vergabeentscheidung und Rücksprache mit dem Unternehmen laufen nun die Vorbereitungen, um den Abriss möglichst zeitnah zu beginnen. Die Hentschke Bau GmbH hatte ein Initiativangebot für den Abbruch der Carolabrücke eingereicht. Als vorbereitenden Schritt hat die Landeshauptstadt die Firma Dresdner Bohrgesellschaft mbH mit der Kampfmittelsondierung für das Gebiet beauftragt.
Chemnitz: Baubürgermeister verlässt Verwaltung
Baubürgermeister Michael Stötzer wird zum 31. August 2025 sein Amt als Bürgermeister niederlegen und die Stadtverwaltung Chemnitz auf eigenen Wunsch verlassen, um sich neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Er hat Oberbürgermeister Sven Schulze gebeten, ihn zum genannten Datum aus dem Dienstverhältnis zu entlassen. Der Oberbürgermeister wird diesem Ansinnen stattgeben. Das Stadtoberhaupt wird mit den Fraktionen das weitere Vorgehen besprechen, um die Neuwahl der Dezernatsleitung für Stadtentwicklung und Bau und einen geordneten Übergang im Dezernat vorzubereiten.
Chemnitz: Schule Altchemnitz umfassend saniert
Die Schule Altchemnitz wurde umfassend saniert und erweitert. Die Baumaßnahme umfasste drei Bauabschnitte mit einer Gesamtinvestition von rund 15,2 Millionen Euro, wovon 5,63 Millionen Euro aus Fördermitteln der Sächsischen Aufbaubank stammen. Im ersten Bauabschnitt wurde ein Erweiterungsbau errichtet, das Hauptgebäude von innen saniert und die Turnhalle modernisiert. Der neue Anbau bietet zusätzliche Werkräume, vier Klassenräume sowie barrierefreie Sanitäranlagen. Ein neuer barrierefreier Zugang an der Nordseite sowie ein integrierter Aufzug im Bestandstreppenhaus ermöglichen eine uneingeschränkte Nutzung aller Etagen. Die Turnhalle erhielt eine umfassende Sanierung, wobei das historische Stahlfachwerk freigelegt wurde, wodurch der Raum einen neuen, fast sakralen Charakter erhielt. Im Hauptgebäude wurden die Raumstrukturen optimiert: Im Erdgeschoss entstanden Gemeinschaftsräume und der Hort, während die Klassenräume in den oberen Etagen untergebracht sind. Akustisch wirksame Unterhangdecken, erneuerte Fußböden, moderne Sanitäranlagen sowie brandschutzgerechte Türen tragen zur zeitgemäßen Ausstattung bei. Sämtliche haustechnischen Anlagen wurden erneuert, und eine 49 kWp-Photovoltaikanlage unterstützt die regenerative Energieversorgung. Der zweite Bauabschnitt konzentrierte sich auf die Sanierung der Fassade und des Dachs des Hauptgebäudes. Die Neugestaltung der Außenanlagen erfolgte im dritten Bauabschnitt. Eine zusätzliche, von der Deutschen Bahn langfristig gepachtete Fläche von 1.070 Quadratmetern erweiterte die Freiraummöglichkeiten. Ein 176 Meter langer Rundweg dient als Rollerstrecke, während Spielgeräte, Sportflächen und Sitzgelegenheiten vielseitige Nutzungsmöglichkeiten bieten. Ein „Grünes Klassenzimmer“ und ein Schulgarten ermöglichen eine erweiterte pädagogische Nutzung. Das denkmalgeschützte Schulgebäude stammt aus den Jahren 1888/89 und wurde ursprünglich als kommunale Schule im Stil der Gründerzeit errichtet. Seit 1993 dient es als Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen. Aktuell besuchen 225 Schüler in den Klassenstufen eins bis neun die Schule Altchemnitz, betreut von mehr als 30 Lehr- und Assistenzkräften.
Magdeburg: Stadt überarbeitet Rad-Konzeption aufgrund zu hoher Kosten
Die Stadt Magdeburg arbeitet planmäßig an einer neuen Radverkehrskonzeption, die spätestens 2026 dem Stadtrat vorgelegt und ab 2027 als Grundlage für die weitere Radverkehrsförderung dienen soll. Aktuell läuft eine umfassende Bestandserfassung aller relevanten Radverkehrsanlagen im Stadtgebiet. Angesichts steigender Baukosten und einer angespannten Haushaltslage sollen die bisherigen Ausbauziele angepasst werden. Der Stadtrat hatte 2022 beschlossen, jährlich 15 Kilometer Radwege zu erneuern oder neu zu bauen sowie 500 Fahrradbügel aufzustellen. Aufgrund gestiegener Baupreise – die Kosten für Radwege liegen inzwischen bei mindestens 600 Euro pro Meter – schlägt die Verwaltung vor, diesen Beschluss aufzuheben und realistischere Zielvorgaben festzulegen. Für 2024 wurden bei einem Investitionsvolumen von 5,8 Millionen Euro rund 2,5 Kilometer Radwege erneuert. Künftig sollen jährlich mindestens fünf Kilometer Radwege saniert oder neu gebaut sowie etwa 200 neue Fahrradanlehnbügel aufgestellt werden. Für letztere stehen jährlich 35.000 Euro zur Verfügung, was lediglich den Erwerb der Bügel abdeckt, während der Einbau durch den städtischen Bauhof erfolgt.
Chemnitz: Neubau eines Basketballplatzes im Konkordiapark abgeschlossen
Nach mehreren Monaten Bauzeit ist der neue Basketballplatz im Konkordiapark fertiggestellt. Die Arbeiten begannen im Juni 2024 und sollten ursprünglich bis zum vierten Quartal des Jahres abgeschlossen sein. Aufgrund einer kurzfristigen Tonnagebeschränkung im Bereich Matthesstraße – Schloßstraße musste die Baustellenlogistik jedoch neu organisiert werden, was eine Verzögerung von acht Wochen zur Folge hatte. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund eine Million Euro. Der neue Basketballplatz wurde nach den Vorgaben des Weltbasketballverbands FIBA errichtet, sodass er auch für internationale Turniere genutzt werden kann. Das bereits vorhandene Spielfeld wurde leicht versetzt und umfassend saniert. Beide Spielflächen erhielten einen speziellen Vinylbelag, der in Chemnitz im Outdoor-Bereich bislang einzigartig ist. Neben den Spielfeldern wurden eine Tribüne mit 80 Sitzplätzen sowie vier Meter hohe Ballfangzäune errichtet. Lichtmasten sorgen für eine Nutzung in den Abendstunden. Die befestigten Wege und umgebenden Flächen wurden mit Betonpflaster versehen, während bepflanzte Hochbeete für eine gestalterische Auflockerung sorgen. Zudem wurden acht neue Bäume und 26 Sträucher gepflanzt. Die Finanzierung des Projektes erfolgte über Mittel der Stadt Chemnitz und Fördergelder des Freistaates Sachsen, der 800.000 Euro für das Vorhaben bereitstellte.
Dresden: FIM kauft Mixed Use-Immobilien auf der Bodenbacher Straße
Die FIM Unternehmensgruppe hat in Dresden einen Verbundstandort mit einer Baumarktimmobilie, einer Lebensmitteleinzelhandelsimmobilie sowie einem Bürogebäude erworben. Die Gesamtmietfläche beträgt etwa 17.700 Quadratmeter. Ankermieter sind OBI und Penny. Der Baumarkt mit einer Mietfläche von 10.300 und der Lebensmitteldiscounter mit 1.100 Quadratmetern bestehen auf dem etwa 38.700 Quadratmeter großen Areal in der Bodenbacher Straße seit 2005. Beide wurde im Laufe der Zeit immer wieder modernisiert. Dagegen stammt der Bürokomplex mit einer Mischung aus groß- und kleinteiligen Büroflächen aus den 1970er Jahren. Um den Standort aufzuwerten, sind energetische Maßnahmen vorgesehen.