Dresden: Neue Pläne für Sanierung des Sachsenbades

Dresden: Neue Pläne für Sanierung des Sachsenbades

Dresden: Neue Pläne für Sanierung des Sachsenbades
Quelle: zanderarchitekten

Der Stadtrat entschied im Mai 2021, das marode und seit Jahren geschlossene Sachsenbad in Pieschen zu verkaufen, um eine denkmalgerechte Sanierung und Revitalisierung des historischen Schwimmbads zu ermöglichen. Nach Gutachten hat MONTIS nun neue Pläne vorgelegt.

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Im November 2021 wurden mit dem Käufer, einer Tochtergesellschaft der MONTIS Real Estate GmbH, umfangreiche Verpflichtungen vertraglich festgelegt. Die Sanierung sollte eine Nutzung mit innovativ konzipierten Büros, gesundheitsorientierten Angeboten und Gastronomie sicherstellen.

Eine gutachterliche Prüfung zeigte jedoch, dass sich die Gebäudesubstanz in einem kritischen Zustand befindet. Neben der maroden Dachstruktur können wesentliche Bestandteile des Tragwerks im nördlichen Anbau, des Kellergeschosses und des südlichen Erdgeschosses nicht wie geplant ertüchtigt werden. Dies führt zu einer erheblichen Reduzierung der nutzbaren Flächen, wodurch die ursprünglich geplante Nutzungskonzeption wirtschaftlich nicht mehr tragfähig ist.

MONTIS hält dennoch an dem Projekt fest und hat der Stadtverwaltung ein modifiziertes Bebauungskonzept vorgelegt. Dieses sieht einen Anbau am nördlichen Teil des Bestandsgebäudes vor, um die entfallenden Nutzflächen zu kompensieren. Die Planung des Anbaus im Stil der Klassischen Moderne befindet sich noch in einem frühen Stadium, wurde jedoch bereits dem Landesamt für Denkmalpflege vorgestellt und positiv aufgenommen. Der Käufer möchte nun mittels eines Bauvorbescheids die grundsätzliche bauplanungsrechtliche Genehmigungsfähigkeit des Erweiterungsbaus klären lassen.

Für die bauliche Erweiterung ist der Erwerb zusätzlicher Flächen von der Stadt erforderlich. Ein entsprechender Erwerbsantrag wurde kürzlich eingereicht. Die Stadtverwaltung plant nun die Einbindung des Stadtrats und wird eine Beschlussvorlage in die Gremien einbringen. Im April erhält der Stadtbezirksbeirat Pieschen die Gelegenheit, sich vor Ort ein Bild vom Zustand des Gebäudes zu machen.