Die bauvorbereitenden Maßnahmen für die umfassende Neugestaltung des Areals rund um die Magdeburger Stadthalle haben begonnen. Ziel ist es, die Infrastruktur zu optimieren, die Aufenthaltsqualität zu steigern, die Stadthalle langfristig als führenden Veranstaltungsort zu etablieren und damit einen zentralen Bestandteil des städtebaulichen Rahmenplans für die Rotehorninsel umzusetzen.
"Mit einer Promenade und einem Festplatz sowie den Außenanlagen und einem Großparkplatz wird bis zum Frühjahr 2027 der Bereich zwischen Hyparschale und Stadthalle städtebaulich deutlich aufgewertet", blickt Oberbürgermeisterin Simone Borris in einer Pressemitteilung der Stadt Magdeburg voraus. Die Landeshauptstadt Magdeburg investiert allein in diese vier Teilmaßnahmen einschließlich Fördermittel rund 18 Millionen Euro."
Erste Teilmaßnahme: Parkplatzbau und infrastrukturelle Maßnahmen
Der erste Schritt der Umgestaltung umfasst den Bau eines neuen Parkplatzes mit insgesamt 543 Stellflächen, darunter 17 Behindertenstellplätze. Der Parkplatz wird mit einer Regenwasserversickerung ausgestattet. Zudem wird das Areal bereits für den künftigen Ausbau von etwa 90 Stellplätzen mit einer E-Ladeoption vorbereitet. Zudem erfolgen umfangreiche Begrünungsmaßnahmen. Im Bereich des Parkplatzes werden 63 Bäume sowie Hecken auf einer Länge von rund 200 Metern neu gepflanzt. Im gesamten Umfeld der Stadthalle werden zusätzlich 65 Bäume und Hecken auf einer Länge von 500 Metern gesetzt, um das ökologische Gleichgewicht nachhaltig zu fördern. Zur Förderung nachhaltiger Mobilität werden ein Fahrradstellplatz für 88 Fahrradbügel sowie 12 Fahrradbügel für Lastenräder geschaffen.
Im Rahmen der vorbereitenden Bauarbeiten müssen zudem 23 Bäume gefällt werden, um Platz für die Baumaßnahmen zu schaffen. Zur Verbesserung der Infrastruktur werden 465 Meter Regenwasserkanäle verlegt, neun Schächte eingebaut, Leerrohre mit einer Gesamtlänge von einem Kilometer installiert und 45 neue Straßenleuchten aufgestellt. Eine neue Promenade sowie eine Verbindungsstraße zwischen Kleinem Stadtmarsch und Stadtparkstraße werden ebenfalls angelegt, wobei zunächst der östliche Teilabschnitt realisiert wird.
Weitere Teilmaßnahmen: Event-Plaza und gestalterische Aufwertungen
Ein weiteres Highlight der Umgestaltung ist die Errichtung einer modernen Event-Plaza mit Nebelbrunnen, die künftig für Konzerte, kulturelle Veranstaltungen und weitere Events genutzt werden soll. Der Festplatz östlich der Stadthalle wird mit einem Natursteinpflasterbelag ausgestattet. Zudem ist geplant, den historischen Springbrunnen zwischen der Stadthalle und dem Adolf-Mittag-See wieder in Betrieb zu nehmen. Auch der Bereich um den Albinmüller-Turm wird neu gestaltet und mit Fahrradstellflächen für 57 Fahrradbügel sowie 9 Fahrradbügel für Lastenräder ergänzt.
Die Bauarbeiten werden innerhalb der Stadtverwaltung federführend vom Dezernat für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit betreut und sollen größtenteils bis zum Frühjahr 2027 beendet sein. Nach Abschluss dieser Phase sind weitere Maßnahmen geplant. In den Jahren 2028 und 2029 soll der Kleine Stadtmarsch als Mischverkehrsfläche ausgebaut werden. Darüber hinaus ist ab 2029 die Neugestaltung des Heinrich-Heine-Platzes vorgesehen.
Mit diesen umfangreichen Maßnahmen werden das Umfeld der Stadthalle nachhaltig aufgewertet und gleichzeitig die touristische Infrastruktur Magdeburgs entscheidend gestärkt. Die Gesamtbaumaßnahme wird durch den Bund sowie das Land Sachsen-Anhalt über die Investitionsbank Sachsen-Anhalt mit Mitteln einer öffentlichen Finanzierungshilfe der wirtschaftsnahen Infrastruktur im Rahmen der "Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) kofinanziert.