Digitalisierung: eFM launcht neue Software HubQuarter

Digitalisierung: eFM launcht neue Software HubQuarter

Digitalisierung: eFM launcht neue Software HubQuarter
Christian Kaiser Quelle: Archibus

Christian Kaiser, Geschäftsführer von eFM Germany, spricht mit IMMOBILIEN AKTUELL über das neue Produkt, mit dem eine effiziente Flächennutzung in einer hybriden Arbeitswelt erreicht werden soll.

Agentur

Die klassische Bürowelt befindet sich in einem grundlegenden Wandel. Steigende Leerstände in Büroimmobilien und die veränderten Anforderungen an flexible Arbeitsmodelle stellen sowohl Unternehmen als auch Eigentümer vor große Herausforderungen. Genau hier setzt die neue Softwarelösung HubQuarter von eFM an: Sie soll eine zukunftsweisende Antwort auf das Problem des Flächenüberangebotes in urbanen Ballungsräumen sein. „Mit HubQuarter ermöglichen wir Unternehmen, ihre ungenutzten Büroflächen effizient zu vernetzen und diese gezielt in einem hybriden Arbeitsmodell anzubieten“, erklärt Christian Kaiser, Geschäftsführer von eFM Germany, einer Tochtergesellschaft des italienischen Softwarekonzerns eFM.

Austausch über freie Kapazitäten

Die Software verknüpft Gewerbeimmobilien digital und schafft so einen transparenten Überblick. Mieter, Eigentümer und Unternehmen können sich über freie Kapazitäten austauschen. Besonders spannend: Über HubQuarter lassen sich nicht nur Flächen zur Untervermietung anbieten, sondern auch Räume zwischen benachbarten Firmen flexibel tauschen, wenn kurzfristig Bedarf entsteht. Pilotprojekte zeigen den Erfolg. In den USA und Italien konnten bereits erste Erfolge erzielt werden. So nutzt der US-Bundesstaat New Jersey HubQuarter, um die Flächennutzung in Städten um New York herum zu optimieren. In Italien wiederum setzt unter anderem die italienische Post auf das System. Hier wurde in mehr als 200 Städten ein Netzwerk aus Unternehmen geschaffen, das über HubQuarter ihre Büroflächen auf Basis einer gemeinsamen Datengrundlage teilt und gezielt an die Bedürfnisse ihrer Mitarbeiter anpasst.

„Es geht nicht mehr nur darum, Büros zu füllen, sondern sie an die sich verändernden Arbeitswelten anzupassen“, so Christian Kaiser. Gerade die Zusammenarbeit zwischen privaten Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen zeigt, welches Potenzial in der Verknüpfung von Flächen liegt. „Mit HubQuarter wollen wir ein Ökosystem schaffen, das Leerstand reduziert und gleichzeitig flexible Lösungen für die hybriden Arbeitsmodelle von morgen bietet.“

HubQuarter stellt eine Evolution der 2019 eingeführten Buchungsplattform MySpot dar, die weiterhin das technologische Fundament bildet. Damals war die Software zunächst eine Lösung für die Raumplanung. Doch im engen Austausch mit den ersten vier Pilotkunden entwickelte sich das Tool schnell weiter. „Wir haben viel von den Corporates gelernt und mit ihnen das System so angepasst, dass es heute weit über eine reine Buchungssoftware hinausgeht.“ Die Erfahrungen aus diesen Projekten flossen in die Weiterentwicklung ein, bis schließlich HubQuarter entstand: ein flexibles Werkzeug zur Flächennutzung und Vernetzung, das weit mehr kann, als nur Arbeitsplätze zu reservieren.

Personalisierte Profilierung der Nutzer

HubQuarter ermöglicht Unternehmen, die durch Remote- und Hybridarbeit entstehenden Leerstände sinnvoll zu nutzen. Büros können temporär an Partnerfirmen oder auch externe Interessenten untervermietet werden. Ein wichtiger Baustein ist dabei die personalisierte Profilierung: Mitarbeiter können sich in der Plattform eintragen und ihre individuellen Präferenzen hinterlegen – ähnlich wie bei einem Sportprofil. „Der eine spielt Fußball, der andere macht lieber Golf. Genauso ist es bei den Arbeitspräferenzen“, erläutert Christian Kaiser. Die Software schlägt auf Basis der Profile passende Standorte vor, an denen Kollegen mit ähnlichen Interessen arbeiten. Auf diese Weise wird nicht nur der perfekte Arbeitsplatz gefunden, sondern auch das passende Umfeld, um sich beruflich und privat zu vernetzen und auszutauschen. „HubQuarter verbindet Arbeitsplätze, Events und Menschen auf eine völlig neue Weise und bietet eine Plattform für flexibles, hybrides Arbeiten.“

Mit dem Kick-off in Deutschland kommt HubQuarter genau zum richtigen Zeitpunkt: Der Leerstand in vielen deutschen Büromärkten ist auf einem historischen Hoch. Gleichzeitig suchen Unternehmen nach flexiblen und kostengünstigen Lösungen, um ihre Büroflächen effizient zu nutzen. Besonders in Ballungsräumen wie Frankfurt am Main, München und Berlin ist der Bedarf groß, leerstehende Flächen sinnvoll in hybride Arbeitsmodelle zu integrieren. „Wir wollen zusammen mit interessierten Corporates die Zukunft des hybriden Arbeitens in Deutschland gestalten“, betont Christian Kaiser. Dabei sei nicht die Größe der Unternehmen entscheidend, sondern ihre Bereitschaft, neue Wege zu gehen. HubQuarter ist nicht nur ein Werkzeug zur Reduzierung von Leerstand, sondern ein integrativer Ansatz, um die Unternehmenskultur in Zeiten des Wandels aktiv zu gestalten.

Doch HubQuarter denkt das Thema Büroarbeit noch weiter. Neben der reinen Flächennutzung rückt das Wohlbefinden der Mitarbeiter in den Fokus. „Es geht nicht so sehr um den physischen Ort des Büros, sondern um die Gestaltung des Arbeitstages“, erläutert Christian Kaiser. „Mitarbeiter wollen eine Umgebung, die ihnen mehr bietet: kurze Wege zu Kindergärten, Fitnessangebote in der Nähe und die Möglichkeit, sich beruflich und privat weiterzuentwickeln.“ Hier setzt HubQuarter an, indem es genau die Orte vernetzt, die diese Anforderungen erfüllen.