Erfahren Sie, wie die innovative Nutzung von Abwärme aus Rechenzentren die Wärmeversorgung für den sozialen Wohnungsbau revolutioniert. Durch die Integration dieser nachhaltigen Technologie können Immobilienbesitzer nicht nur Energiekosten senken, sondern auch einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Das Best practise des Pallasseums in Berlin-Schöneberg von der GASAG zeigt, wie diese zukunftsweisende Technologie sozialverträglich umgesetzt werden kann.
Das neue Energieeffizienzgesetz (EnEfG) stellt Betreiber von Rechenzentren vor erhebliche Herausforderungen bezüglich Ihrer Energie- und Kühlungsprozesse. Das bedeutet Investitionen in neue Technologien und eine sinnvolle Nutzung der bisher ungenutzten Abwärme. Auf der anderen Seite stehen Wohnraumverwalter vor der dringenden Aufgabe nach klimafreundlichen Alternativen zu suchen, um die CO2-Emissionen zu reduzieren. Gleichzeitig darf die Umstellung auf effizientere Heizsysteme nicht zu einer erheblichen Kostensteigerung für Mieterinnen führen. Hier entsteht ein Spannungsfeld zwischen den Anforderungen an Nachhaltigkeit und den finanziellen Möglichkeiten der Bewohnerinnen, insbesondere in sozial schwächeren Gegenden, wo der Spielraum für zusätzliche Kosten gering ist.
Somit bietet die Nutzung von Abwärme als Wärmequelle eine vielversprechende und zugleich nachhaltige Lösung für die Herausforderungen beider Seiten.
Praktisch umsetzbar
Ein hervorragendes Beispiel für die erfolgreiche Nutzung von Abwärme ist das Pallasseum in Berlin-Schöneberg. Dieses denkmalgeschützte Wohngebäude mit einer Fläche von über 35.000 Quadratmetern zeigt eindrucksvoll, wie moderne Energiekonzepte auch unter schwierigen baulichen Bedingungen umgesetzt werden können. Da das Pallasseum unter Denkmalschutz steht, sind bauliche Veränderungen an der Fassade stark eingeschränkt, was herkömmliche energetische Sanierungen nahezu unmöglich macht. Genau hier kommt die Nutzung von Abwärme ins Spiel.
Durch die Kooperation zwischen der GASAG Solution Plus, der Gewobag und einem benachbarten Rechenzentrum der Deutschen Telekom konnte ein innovatives Heizsystem entwickelt werden. Mithilfe von Wärmepumpen wird die Abwärme aus dem Rechenzentrum auf die notwendige Vorlauftemperatur von 70-75°C angehoben und anschließend in das Heizungssystem des Pallasseums eingespeist. Auf diese Weise bleibt die historische Gebäudehülle unberührt, während das Gebäude dennoch effizient beheizt wird. Für Spitzenlast-Zeiten stehen zusätzlich hoch-effiziente Gaskessel bereit, die kurzfristig für Entlastung sorgen können. Das Projekt zeigt, dass Abwärme nicht nur eine theoretische Idee ist, sondern auch unter komplexen Bedingungen praktisch umsetzbar und wirtschaftlich sinnvoll genutzt werden kann.
Heimspiel für die GASAG
Die erfolgreiche Umsetzung des Projekts im Pallasseum war das Resultat einer bewährten Zusammenarbeit zwischen der GASAG Solution Plus, der Gewobag und der Deutschen Telekom. GASAG Solution Plus, als Experte für nachhaltige und innovative Energielösungen, hat bereits in der Vergangenheit mehrfach gezeigt, wie wichtig intelligente Kooperationen für die Zukunft der Energieversorgung sind.
Fazit
Das Pallasseum ist ein Paradebeispiel dafür, dass innovative Energieprojekte selbst unter schwierigen Bedingungen, wie dem Denkmalschutz, realisierbar sind. Mit Projekten wie diesem kann eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten geschaffen werden – von den Betreibern der Rechenzentren über die Hausverwalter bis hin zu den Mietern, die von stabilen Heizkosten profitieren. Solche Projekte machen deutlich, dass die Zukunft der Wärmeversorgung in kreativen, nachhaltigen Lösungen liegt.
Fragen senden Sie bitte an: solution@gasag.de
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